
Die Anschlußweiche P1 hatte Doppelsicherheitsschloß (Hauptschlüssel Form 1) und stand in Schlüsselabhängigkeit mit der Schutzweiche P2, die mit Sicherheitsschloß ausgerüstet war.
Die Bedienung des Anschlußgleises erfolgte bei den sogenannten "Weichenzügen"
vom Bahnhof Saupersdorf ob Bf (Umfahrung) aus.
Der Anschlußbahn waren nur Kohlen zugeführt worden, Rollwagenverkehr bestand nicht.
Die eigene Betriebsführung wurde mit zwei Seilrangieranlagen (Seilverschiebeanlage mit elektrischem Antrieb) durchgeführt, die jeweils an den beiden Gleisenden standen.
Die Anschlußbahnleiter (ab 21.10.1961 Rudolf Leistner und Herbert Gruner) waren zugleich Rangierleiter und Seilwindenbediener.
Der Anschlußbahnvertrag war am 28./ 25. November 1911 mit der Firma Gustav Jehn geschlossen worden.
Ein Vertrag über den Fortbestand des erweiterten Privatgleisanschlusses trat am 15. Juni 1923 in Kraft, unterzeichnet erst am 03./08. Januar 1925 (!)
Der Vertrag über den Gleisanschluß war vermutlich 1945 (?) an die DHZ Innere Reserven, Berlin C 2, Saupersdorfer Reißerei und Veredlungsanstalt übertragen worden.
In einem 1. Nachtrag trat mit Wirkung ab 01.Januar 1954 der VEB Reißwollefabrik Saupersdorf in alle Rechte und Pflichten des Vertrages ein, der Anschluß erhielt die Bezeichnung Werk I .
Am 10./04. Februar 1964 erneuerte man den Vertrag noch einmal.
Vom Bezirkstransportausschuss Karl-Marx-Stadt ist mit Beschluß zum 01. September 1966 die Stillegung und der Ausbau der Anschlußbahn verfügt worden.
Die Lage der Anschlußweiche veränderte sich Anfang der 60ger Jahre durch Einbau einer Weiche neuerer Bauart auf km 9,949.







